Kartenspiel - revolutionäres Schafkopfblatt

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Produktinformationen "Kartenspiel - revolutionäres Schafkopfblatt"

Schon lange überfällig: das erste revolutionäre Schafkopfblatt ist da!

Was auch passiert, es muss sich immer noch Zeit finden für eine gepflegte Runde Schafkopf beim gemütlichen Beisammensein. Oder auch wenn’s mal wieder länger dauert, auf dem Weg zur Demo oder im Polizeikessel. Jetzt gibts erstmals auch das passende Blatt dazu. Keine Könige und Adligen, sondern eine Auswahl historischer linker Persönlichkeiten. Kommunist*innen, Anarchist*innen sowie Feministinnen. Eine eigene Kategorie haben wir dem bayrischen Widerstand gegen die Obrigkeit, den Adel und die Ungerechtigkeit eingeräumt. Jede dieser Kategorien ersetzt eine der traditionellen Farben (s. Foto).

Die Ideen, Zeichnungen, Gestaltung der Karten – alles handgemacht aus Leidenschaft.


Die Personen auf den Karten:


Anita Augspurg (1857-1943)

war eine radikal-bürgerliche Feminstin und erste promovierte Juristin des Deutschen Reiches. Sie setzte sich für das Frauenwahlrecht, den Zugang für Frauen zum Hochschulstudium und gegen das patriarchale Eherecht ein. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges war sie an der Gründung der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit beteiligt. Von München aus engagierte sie sich gegen den Krieg. Wegen ihres frühen Widerstands gegen die faschistische Bewegung war sie gezwungen ab 1933 im Exil zu leben.


Michail A. Bakunin (1814-1876)

war einer der Begründer des Anarchismus. Nach seinem Philosophiestudium nahm er an verschiedenen Aufständen und Revolten teil, wurde zum Tode verurteilt, konnte diesem aber entgehen und schrieb im Gefängnis mehrere Schriften. Das höchste Gut war für ihn die Freiheit des Menschen. In der Ersten Internationalen war er der bekannteste Vertreter des antiautoritären Flügels. Im Gegensatz zu Marx lehnte er einen Staatssozialismus als Übergangsform ab und forderte stattdessen die vollkommene soziale Revolution zur Befreiung aus allen alten Zwängen.


Simone d. Beauvoire (1908-1986)

war eine franz. Schriftstellerin und Philosophin. Bis 1943 war sie als Lehrerin tätig, nach ihrer Entlassung arbeitete sie als freie Schriftstellerin und war mit anderen Intellektuellen im französischem Widerstand unter dem Motto „Socialisme et Liberté“ aktiv. Sie veröffentlicht 1949 „Das andere Geschlecht“. Das Buch analysiert die Unterdrückung der Frau im Patriarchat unter materialistisch-ökonomischen Gesichtspunkten und fordert radikale, gesellschaftliche Veränderungen, womit sie eine neue Welle des Feminismus auslöste.


Sakine Cansiz (1958 – 2013)

war ein Gründungsmitglied der kurdischen Arbeiterpartei PKK. Als eine der beiden Frauen, die am Aufbauprozess teilnahm, legte sie das Fundament für die Entstehung der kurdischen Frauenorganisierung, einem wichtigen Element der dortigen Freiheitsbewegung. In den 80ern saß sie lange Zeit in Haft und wurde gefoltert, nahm danach aber unter dem Kampfnamen „Sara“ am bewaffneten Kampf der PKK teil. 2013 wurde sie mit zwei weiteren Aktivistinnen in Paris ermordet, was große internationale Proteste auslöste. Die Morde werden dem türkischen Geheimdienst zugeschrieben.


Lena Christ (1881 – 1920)

war eine bayerische Schriftstellerin. Ihre gesamte Kindheit und Jugend war geprägt von zerrütteten Familienverhältnissen und Misshandlung. In ihrem bekannten Werk „Erinnerungen einer Überflüssigen“ schildert sie in ungewöhnlich deutlichen Worten ihr Leben, die menschlichen und sexuellen Tragödien ihrer Ehe und die Demütigungen als Hausangestellte. Ihre Bücher gewähren einen tiefen Einblick in das Leben der bayrischen Arbeiterklasse, Dienstboten und der Landbevölkerung Anfang des 20. Jahrhunderts.


Kurt Eisner (1867 – 1919)

war Schriftsteller & Politiker. Wegen Majestätsbeleidigung musste er 1897 erstmals in Haft. Während des ersten Weltkriegs entwickelte er sich als SPD Mitglied entgegen der Parteilinie zum Kriegsgegner und gründete mit anderen PazifistInnen und Linken die USPD. In München organisiert er den Streik der Munitionsarbeiter, wofür er für weitere Monate inhaftiert wird. Am 7.11.1918 führt er die Massendemonstration an, die von der Münchner Theresienwiese loszog, um das Wittelsbacher Königshaus abzusetzen. Er rief daraufhin Bayern als Freistaat aus und wurde erster bayr. Ministerpräsident durch die Macht der Arbeiter- und Soldatenräte.


Georg Elser (1903 – 1945)

war Tischler und Widerstandskämpfer gegen die NS-Herrschaft. Er war zeitweilig Mitglied im Rotfrontkämpferbund der KPD. Während seiner Arbeit in einer Rüstungsfabrik erkannte er die Kriegsvorbereitungen der NSDAP und begann eigenständig mit der Planung eines Attentats auf deren Führung. Mithilfe selbst angeeigneter Sprengstoffkenntnisse ließ er eine Bombe im Münchner Bürgerbräukeller detonieren, doch Hitler hatte 10 Minuten früher als geplant den Saal verlassen. Er wurde auf der Flucht gefasst und 1945 im KZ Dachau ermordet.


Emma Goldman (1869 – 1940)

war eine russische Anarchistin, die sich durch die Ereignisse des Haymarket Riot 1886 radikalisierte. Sie unterstütze militante Aktionen und gewaltsame Streiks in den USA. Für ihren berühmten Ausspruch an demonstrierende Arbeitslose: „Ask for work. If they don‘t give you work, ask for bread. If they don‘t give you work or bread, take bread“ wurde sie inhaftiert. Ab 1936 kämpfte sie im spanischen Bürgerkrieg für die Republik. Ihr Einsatz galt lebenslang der Zerschlagung der unterdrückenden gesellschaftlichen Institutionen, der Erkämpfung der Rechte der Frauen und der freien Liebe sowie einem konsequenten Antimilitarismus.


Der Bayerische Hiasl (1736 – 1771)

urspr. Matthias Klostermayr. Als er seine Arbeit bei der Jagdaufsicht in Kissing verlor, begann er mit der Wilderei. Seine Bande stahl auch Waffen und Geld von Adeligen und aus Amtsstuben, verteilte Teile der Beute unter den Armen; dafür unterstützte die Bevölkerung sie. Das brachte ihm den Ruf eines bayrischen Robin Hood ein. Nach seiner spektakulären Verhaftung, bei der 300 Polizisten ein Gasthaus für 4 Stunden belagern mussten, wurde er öffentlich hingerichtet.


Eugen Leviné (1883 – 1919)

war ein in St. Petersburg geborener Kommunist. Zuerst in der SPD, war er einer der Mitbegründer der KPD. Nach München geschickt um die Genoss*innen dort zu unterstützen, erkämpfte er sich schnell das Vertrauen der bayrischen Arbeiterschaft. Unter seinem Vorsitz wurde die zweite Bayrische Räterepublik ausgerufen, und mit dem Aufbau von Arbeiter- und Soldatenräten, der Roten Armee, der Enteignung von Fabriken und Luxuswohnungen und der Reform des Bildungswesens begonnen. Aber schon nach drei Wochen umstellten reaktionäre Freikorpstruppen München und schlugen die Räterepublik blutig nieder. Leviné wurde gefasst und wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Seine Verteidigungsrede vor Gericht ist legendär.


Rosa Luxemburg (1871 – 1919)

engagierte sich schon als Schülerin in illegalen marxistischen Bildungskreisen. Sie wurde zu einer der Wortführer*innen des linken Flügels der SPD und später Mitbegründerin des Spartakusbundes und der KPD, und übte großen Einfluss als Chefredakteurin der Parteizeitung „Die Rote Fahne“ aus. Im Januar 1919 verhafteten rechte Freikorps, die von der sozialdemokratischen Regierung zur Unterdrückung des Spartakusaufstandes hinzugezogen wurden, sie und Karl Liebknecht in Berlin und ermordeten beide. Die Texte von Rosa Luxemburg zu Imperialismus, Klassenkampf und proletarischem Internationalismus sind noch heute ein Fundament marxistischer Theorie und Debatte.


Karl Marx (1818 – 1883)

war Philosoph, Journalist und Ökonom. Unterstützt von seiner Frau und Friedrich Engels entwickelte er in zahllosen Werken den historischen Materialismus und die politische Ökonomie, die bis heute Grundlagen für Theorie und Praxis linker Bewegungen auf der ganzen Welt sind. Zusammen mit Engels erhält er 1847 vom „Bund der Kommunisten“ den Auftrag, eine Schrift für dessen Reorganisation zu verfassen: später bekannt als „Manifest der Kommunistischen Partei“, das mit dem berühmten Aufruf „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“ endet.


Erich Mühsam (1878 – 1934)

war ein freier Schriftsteller. Bereits als Jugendlicher wurde er wegen „Sozialistischer Umtriebe“ des Gymnasiums verwiesen. Gustav Landauer machte ihn mit der kommunistisch-anarchistischen Bewegung bekannt. Als Vertreter des „literarischen Anarchismus“ wird er zu einer Leitfigur der Münchner linken intellektuellen Szene und 1918/19 zu einer der wichtigsten Protagonisten der Räterepublik. 1933 verhaftet ihn die SA und verschleppt ihn ins Konzentrationslager Oranienburg. Dort wird er wenig später ermordet, was die NS-Presse als Selbstmord darstellt.


Lucía Sánchez Saornil (1895 – 1970)

war eine spanische Anarchistin, Dichterin und politische Journalistin. Da sie die traditionellen Geschlechterrollen, die auch in den linken Organisationen vorherrschten, ablehnte, gründete sie mit anderen Feministinnen die Frauenorganisation Mujeres Libres, in der über 30.000 Frauen organisiert waren, die in Räten, an Bildung und sexueller Aufklärung von Frauen arbeiteten. Viele kämpften darüber hinaus bewaffnet während des spanischen Bürgerkriegs gegen den Faschismus. 1939 floh sie mit ihrer Lebensgefährtin ins Exil, wo sie zahlreiche Gedichte schrieb, in denen sie ihre Erfahrungen der Niederlage gegen den Faschismus verarbeitete.


Wladimir Uljanow (1870 – 1924)

ist bekannt unter seinem Kampfnamen Lenin. Früh schloss er sich den marxistischen Sozialdemokraten an. Jahrelang in wechselnden Exilen, baute er die revolutionäre Partei der Bolschewiki aus dem Untergrund auf. Die sog. Februarrevolution setzte als Reaktion auf das Leiden des Weltkriegs das Zarenhaus ab, woraufhin Lenin nach Russland zurückkehrte und in Petrograd zum Aufbau einer Räterepublik und Sturz der provisorischen Regierung, die an der Teilnahme am Krieg festhielt, aufrief. Nach dem Sieg der Bolschewiki in der Oktoberrevolution wurde der Krieg beendet und mit Landverteilung und Enteignung begonnen, doch weitere blutige Bürgerkriege erschütterten die frühe Sowjetunion.


Clara Zetkin (1857 – 1933)

war eine führende Kommunistin und Frauenrechtsaktivistin der jungen Arbeiter*innenbewegung. 1907 wurde sie zur Vorsitzenden der sozialistischen Fraueninternationale gewählt und initiierte 1911 zum ersten mal den internationalen Frauentag (heute am 8. März begangen). Mit der Gründung der KPD zog sie 1920 für diese als Abgeordnete in den Reichstag ein und war jahrelang Mitglied des Zentralkomitees der KPD und der KomIntern. Als Alterspräsidentin des Reichstags rief sie noch in einer Rede 1932 zum Widerstand gegen den Faschismus auf, bevor sie 1933 ins Exil fliehen musste.

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